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Wie bei vielen Dingen, die klein und unbedeutend begannen, liegen auch die Ursprünge der Reisetruppe im diffusen Licht der Geschichte. Die Geburtsstunde, wenn es denn eine solche gab, wird unter Experten auf das Jahr 1981 oder 1982 verlegt. Manche Sportkameraden bringen sie auch mit dem Entstehen des Begriffes Reisetruppe in Verbindung, wobei die Taufe ja immer erst nach der Geburt kommt, es sei denn es ist eine Nottaufe.
Die nachfolgenden historischen Daten beruhen auf unterschiedlichen dokumentarischen Quellen, vor allem auf authentischem Bildmaterial. Auch Tagebuchaufzeichnungen und Kalendernotizen wurden herangezogen. Wo dies alles nicht zur Verfügung stand, mußte das langsam schwindende Gedächtnis herhalten. Die besonderen Ereignisse, die dabei vermerkt werden, sind ganz subjektiv gefärbt. Bitte laßt es den Chronisten wissen, welches Datum falsch, welches Ereignis eines treffenderen Kommentars bedarf und welche Lücken noch zu füllen sind.
Zum Oktoberfest 1981, vom 2.-4. Oktober, fährt eine Blau-Gelb-Mannschaft nach München zu Wolfgang Kühner, einem ehemaligen Mitspieler aus der Frühzeit unseres Vereins. Zum Freundschaftsspiel gegen Wolfgang Kühners AH trittt eine bunt zusammengewürfelte Mannschaft aus aktiven Spielern der 1. Mannschaft und der Reserve, aus Altherrenspielern und ehemaligen Blau-Gelben an. Betreuer dieser Truppe ist, wie früher, Heinz Ludwig, genannt Twen. Er schickt folgende Spieler aufs Feld:
Die Reisetruppe in München
Axel, Schorsch, Kiki Breitschädel, Ente, Willi, Baldur, Hänschen, Klaus Thon, Martin Seidler (Grubenpferd), Süffi, Latze, Günther Engelmayer und Struwwel Kalabis.
Das Spiel endet 3:1 für Blau-Gelb. Die Münchner sind phantastische Gastgeber und halten uns auf der Wies'n frei. Das vereinbarte Rückspiel in Marburg ist allerdings nie zustande gekommen.
Es ist nicht mehr zu recherchieren, wer diese Truppe zusammengestellt hat. Es ist jedoch ein gesunder Kern dabei, so daß die weiteren Spiele nicht ausbleiben. Zunächst fährt man drei Jahre hintereinander nach Hilders in der Rhön zu Willis Heimatverein TSV Hilders 1919 e.V. Ab 1985 geht es schon über die hessischen Landesgrenzen zu Volkers Heimatverein TUS Einigkeit Hillegossen e.V., mit dem wir über einige Jahre regen Austausch pflegen bis wir uns unfähig zeigen, als gute Gastgeber zu fungieren und dann noch einen Gegenbesuch kurzfristig absagen müssen.
Als nächstes besuchen wir Süffi in Buchholz bei Hamburg, wobei wir ausdrücklich nicht auf einer Rückspielverpflichtung bestehen.
Der Höhepunkt der achtziger Jahre ist der Besuch bei Uli Strack in Bozen. Wir wohnen in Kaltern am See, verstreut über viele Pensionen des Ortes, was vielen von uns einige Fähig-keiten im Orientierungslaufen abfordert. Am Spieltag gegen eine einheimische Mannschaft mit vielen doppelt so jungen Spielern wie wir, wird für einen Teil der Reisetruppe morgens irrtümlich noch eine Weinprobe angesetzt. Dementsprechend müssen wir in der 2. Halbzeit erst noch einen 0 : 3 Rückstand aufholen. Inzwischen ist Baldur schon unser Leitwolf außerhalb des Spielfeldes sowie Spieler und Coach in einer Person. Seine Fähigkeiten werden auch dann nicht angezweifelt, als er während dieses Spiels den neben ihm stehenden Bodo auswechseln will.
1989 lädt uns Rainer Wilke nach Lübeck ein und weil es uns dort so gut gefallen hat, nehmen wir im Jahre 1991 wiederum in Lübeck Quartier, um erstmals gegen eine Mannschaft aus den neuen Bundesländern in Schwerin zu spielen. Wir bleiben weiterhin unserer Linie treu und sprechen erst gar nicht von der Möglichkeit eines Gegenbesuchs in Marburg.
Im Jahre 1990, einen Tag vor dem letzten Gewinn des Weltmeistertitels einer deutschen Mannschaft für alle Zeiten, feiert mit Baldur der erste unserer Truppe seinen 50. Geburtstag.
Selbstverständlich wird zu diesem Anlaß auch ein Fußballspiel bestritten. Es ist das erste einer ganzen Serie von Geburtstagsspielen im Laufe der späten 90er Jahre. Böse Zungen behaupten seitdem, daß wir zu einem Geburtstagsfeierverein mutiert seien. Dabei gibt es in den neunziger Jahren noch eine ganze Reihe von außerordentlichen Höhepunkten:
Vom Besuch bei Ente in Essen wird uns weniger das recht einseitige Fußballspiel in Erinnerung bleiben als das Erlebnis einer Grubenfahrt in ein Steinkohlenbergwerk auf 800 m Tiefe.
Das Ruhrgebiet, Heimat von Baldur, Ente, Dieter und Rolf soll auch 1998 wieder Ziel sein. Es ist uns eine besondere Ehre gegen die Deutsche Anwaltsnationalmannschaft zu spielen.
Absoluter Höhepunkt der gesamten Reisetruppengeschichte ist jedoch unsere Reise nach Namibia und Südafrika mit unseren ersten außereuropäischen Fußballspielen. Nachzulesen ist sie im Reisetagebuch.
Die Reisetruppe in Namibia
Nun werden hoffentlich bald die letzten 50er gefeiert sein, so daß man sich wieder einem ordentlichen Spielbetrieb zuwenden kann.

Axel Ludwig, geb. 12.09.1941 in Frankfurt

Als ATV'er - Biername "Drall" - 1967 Gründungsmitglied der Fußballabteilung im damaligen "Post SV Blau-Gelb Marburg". Bis dahin in einigen emotionalen Fußballschlachten Duisberghaus - ATV Marburg Gegner von Baldur auf dem Rasen. Lange Jahre davor mit Baldur gemeinsam im VfL Marburg und der Unimannschaft als Kreisläufer im Hallenhandball gegen diverse Studentenmannschaften auf Hochschulmeisterschaften sowie gegen Gießener und Wetzlarer Vereinsmannschaften im Gefecht.

Privat niemals Auseinandersetzungen mit Baldur, da - offenbar wegen unterschiedlichen Geschmacks - die Blicke immer anderen Frauen galten und ich außerdem damals schon verheiratet war. Als andere langsam auch die Vorzüge der Ehe entdeckten, wurde ich - 1972 - geschieden, heiratete aber 3 Jahre später wieder, um diese Ehe immerhin bis Mitte der 90iger Jahre aufrecht zu erhalten. 2 Töcher aus erster Ehe, 1 Tochter und 1 Stiefsohn aus zweiter Ehe sind Beleg für meine Bemühungen, Baldurs Pension nachhaltig zu sichern.

Als AH noch einige Spiele mit Baldur bis ich - vom Golfvirus infiziert - mich dem großen Ball ab und dem kleinen, weissen Ball zuwandte. Seit gut 15 Jahren ambitionierter Golfer - Handicap 12 - und Mitorganisator der "1. Blau-Gelb Golf-Open" im Juni 2000 im Golf-Club Bayerwald (Heimatgolfclub von Süffi).

Auf Süffis 50. Geburtstag im Biergarten "Großhessenlohe" in München als Notar Beurkundung des "Förderver- eins Fußball im Sportfreunde Blau-Gelb Marburg" in der Rekordzeit von 12 Minuten - nur unterboten durch die Jahreshauptversammlung mit Entlastung und Wiederwahl des Vorstands anläßlich Schorschs 50. Geburtstag in 9 Minuten. Zeitweilig Abteilungsleiter der Fußballabteilung, seit unvordenklicher Zeit Dauerschriftführer derselben.

Zweitältester der Reisetruppe und somit Baldurs Vertreter als "Senior" bei ihm geeignet erscheinenden Fällen z.B. Wolframs 50. Geburtstag. Teilnehmer am 1. Spiel der Reisetruppe im Oktober 81 in München gegen eine Mannschaft von Wolfgang Kühner.

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Ein Mensch, der Fußball einst geliebt,
hat manche Chance auch schon versiebt -
im Mittelfeld mit langem Paß
macht' er dem Gegner nur noch Spaß -
verkroch sich in sein Schneckenhaus
und zog die Fußballschuhe aus.
Nur hin und wieder auf Tribünen
sah man ihn alter Liebe frönen.
Aus Marburg kam jedoch der Ruf,
der ihm belebt' den lahmen Huf;
so fing auf seiner Außenbahn
für ihn ein neues Leben an.
Der Mensch folgt treu des Trainers Wort,
noch an der Theke setzt er's fort,
die wird gehalten bis zum Schluß
und er geschwächt nach Hause muß.

Lieber Baldur!
Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag
von Dieter Kraft und Astrid Keppmann

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Ente

Ente

alias: Detlef Raulf

Ente (als Jüngling)

Die Familie der Entenvögel ist sehr artenreich, wobei eine ganz besondere Spezies unter den Enten die Charaktereigenschaften und Qualitäten einer Vielzahl von dieser Art Schwimmvögeln in sich vereinigt. Diese spezifische Art findet sich fast ausschließlich in und an den Gewässern der Ruhr, einem Fluß im Westen Deutschlands.

Am 14. August 1950 wurde ein derartiger Erpel, der sich kurzfristig in das Gebiet des benachbarten Flusses Wupper verirrt hatte, aber schnell wieder in die ihm angestammte Heimat zurückfand, geboren. Als ein Erpel hatte er ein prächtiges Äußeres und hob sich damit - artgerecht - von den äußerlich eher schlichteren Weibchen positiv ab, was durch das untere Photo eindrucksvoll unterstrichen wird. Die auf dem weißgesäumten Schwanz liegenden samtschwarzen, henkelförmig aufwärts gekrümmten Federn, die Locke, suchte man bei ihm allerdings vergeblich.

Ente (als Baby)

Nach anfänglich eher beschaulichen und eher bewegungsarmen Jahren zeigten sich dann bei ihm die Qualitäten der Löffelente, denn mit seinem Tennisschläger löffelte er so manchen Gegner von den roten Aschenplätzen in Essen und Umgebung. Auch wenn viele es heute nicht mehr glauben wollen, aber er galt als sehr talentierter und hoffnungsvoller Tennisspieler und war bei den Essener Stadtmeisterschaften immer ganz vorne zu finden. Aber Enten sind keine aristokratischen Tiere, und so hatte er mit den Allüren einer damals noch etwas elitären Sportart so seine Schwierigkeiten. Nach seinem letzten Medenspiel gegen keinen Geringeren als Hans-Jürgen Faßbender (um im Enten-jargon zu bleiben: eine absolute Pfeifente!) hatte er den Hals voll, besann sich seiner Qualitäten als Stockente und begann mit dem Hockeyspielen im EtuF Essen, das er nicht ganz so spektakulär, aber mit viel Freude am Spiel und der Geselligkeit des Mannschaftssports betrieb. Beim Fußballspiel zeigte er zwar weit mehr Talent und war auch von den Spähern der umliegenden Vereine stark umworben, doch Erpelvater Otto verbot ihm das aktive Fußballspielen in einem Verein. Mit seinem einzigen Spiel für den ETB Schwarz-Weiß Essen mit einem gefälschten Paß war seine Fußballkarriere erst einmal beendet. Die Tatsache, daß er beim 2:1 Sieg den entscheidenden Treffer markierte, half ihm nicht über seine Trauer hinweg, nicht weiter spielen zu dürfen.

Wie alle Entenvögel war er auch ein Teilzieher, was hieß, daß er im Winter in südliche Gefilde davonzog, um Ski zu fahren. Er verstand es ausgezeichnet, seine ihn kennzeichnenden Ruderfüße dem eher fremden Element Schnee anzupassen und fuhr sogar im Bereich des Westdeutschen Skiverbandes aktiv Skirennen und als Flachlandtiroler auch nicht gerade erfolglos.

Im Alter von 16 Jahren dann ereilte ihn ein harter Schicksalsschlag, als er beim Skifahren in Davos einen ersten Lungenblutsturz erlitt. Es blieb nicht bei diesem einen, die Ärzte waren ratlos und bis zum Abitur folgten für das Gemüt eher schwere Jahre, die geprägt waren von Sportverbot, Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten.

Die Liebe zum Sport trieb ihn dennoch dazu, sich in Marburg am IFL, dem Institut für Leibesübungen, einzuschreiben. Dieses Studium aufgenommen zu haben, war im Nachhinein sicherlich ein Fehler, nach Marburg gegangen zu sein, sicherlich nicht. Denn dort fühlte er sich entenwohl und konnte nun auch - losgelöst vom Nest der Eltern - beim Fußballverein Blau-Gelb-Marburg aktiv Fußball spielen, auch wenn er auf Grund seiner weiter schwelenden, im übrigen von Geburt an existenten Krankheit nie die Leistung zeigen konnte, zu der er - selbst bei selbstkritischer Distanz - fähig hätte sein können.

Die am 1. Oktober 1972 auf dem Großsportfeld in Marburg erlittene schwere Verletzung, als ihm in der 89. Minute beim Spielstand von 5:0 für seinen Verein Blau-Gelb Marburg das Schien- und Wadenbein durchgetreten wurde, und die 8 Monate später erfolgte - lebensrettende - Lungenoperation bedeuteten dann den endgültigen (wettkampf-)sportlichen Knock-Out.

Ente (beim Golfen)

Anfangs war es für ihn nicht leicht, das alles zu verstehen und zu verarbeiten. Aber das Erpelleben erwies sich auch danach als sehr lebenswert, wozu die tolle Blau-Gelb-Truppe einen nicht unwesentlichen Beitrag geleistet hat und noch leistet. Die zahllosen Erlebnisse mit den Kumpels in verschiedenen Städten, Ländern und Kontinenten sind dafür überzeugende Belege. Seine Eigenschaften als Brandente kamen ihm bei all diesen Anlässen doch sehr zugute, denn Durst hatten und haben er und seine Freunde immer. Über gelegentliche bissige Bemerkungen einiger Kameraden, die in ihm einen Vertreter der Mittelsäger oder gar Gänsesäger, zumindestens aber der Zwergsäger zu sehen glauben, sieht er geflissentlich hinweg.

Rein sportlich hat er sich nun wieder seiner Qualitäten als Stockente erinnert und schwingt mit einer immer größer werdenden Zahl alter Weggenossen einen noch längeren als den Hockeyknüppel. Auch das macht ihm großen Spaß, und wer mit ihm und den anderen vor 3 Wochen bei Süffi im Bayrischen Wald gewesen wäre, würde über kurz oder lang auch mit dabei sein.

Es würde ihn freuen, denn es würde zusätzlich dazu beitragen, die Truppe zusammen zu halten.

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Hänschen

Name: Hänschen alias Jürgen Kreke

geb.: 2. 12. 1946

Eintritt Blau-Gelb: 1971

Gründungsmitglied der Reisetruppe, weißblonder Flügelflitzer, manchmal schneller als der Ball.

Seine Flanken und Ecken wurden vor allem dann gefürchtet, wenn Libero Baldur als Kopfballvollstrecker mit nach vorne stürmte.

Bekannter als Hänschens fußballerische Fähigkeiten sind seine Sangesqualitäten nach den Spielen: "Wer einst dem Feind die Hosen klopfte ....." und "Der lippische Schütze" (Und zum Truderidera...) sind einige der vielen Markenzeichen der Reisetruppe.

Handicaps: Knie- und Fußbänder, beim Golf 17.

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Hartmut Hauschild

Lieber Baldur,

ich freue mich, dass ich als vorletzter zu der Reisetruppe stoßen konnte und so nett aufgenommen wurde, ohne dass ich fussballerische Meriten bei Fussballvereinen des Kreises Marburg und schon gar nicht bei Blau-Gelb vorzuweisen hatte. Sicher war das nur möglich dank meiner Bewährung im "inneren Zirkel" der Reisetruppe am Gisselberger Standort.

Die neue Fussballerkarriere ist schnell umrissen:

zuerst Tormann in Niederwalgern (5 Tore gefangen), vielfältige Kurzeinsätze in wichtigen deutschen Begegnungen und erste Erfahrungen in internationalen Einsätzen auf dem afrikanischen Kontinent. Das hätte ich mir am Beginn meines Fussballerdaseins im Straßenfussball in der Liebigstraße mit Fussballergrößen wie Hermann Marchl und Peter Sanetra nicht träumen lassen.

Um für weitere innerdeutsche und internationale Einsätze fit zu bleiben, trainiere ich fleißig montags mit Altfussballern der Steinmühle, und freitags nehme ich regelmäßig in der Gisselberger Sauna an den theoretisch-taktischen Ausführungen von Wulli und Jogi zum Thema Bundesligafussball mit größtem Interesse teil.

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Latze

Name: Latze alias Peter Ladwig
geb. am 09. 01. 1948

Prädikat: überall einsetzbar schon überprüfbar beim Karrierebeginn im November 1972 in Weipoltshausen.

1.Halbzeit: Luftraumbeobachter im Mittelfeld; dann eine halbe Stunde Pause.
Das Spiel als Schiedsrichter beendet und anschließend die Schuhe für einen Spieler der 1. Mannschaft zur Verfügung gestellt.

Ansonsten durchgängig Spieler der Reserve; auch mehrere Einsätze während meiner Hanburger Abwesenheit.
In den 80-iger Übernahme von Betreuer-, Massage- und Managerfunktion.

1982 Gründungsmitglied der Reisemannschaft in Hilders.

Bei allen schwierigen Auswärtspartien mit dabei.

Zeuge aller wichtigen Spiele von Blau-Gelb und Begebenheiten der 80-iger und 90-iger Jahre.

Seit einigen Jahren in Amt und Würden als Leithammel und Telefonist der Altherrenabteilung; dadurch in der Lage, Einsatzzeit bei Spielen und Karriereende selbst zu bestimmen.

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Rainer Wilke

Geboren bin ich am 8.12.1951.

Meine fußballerischen Stationen waren:

  • VfB Lübeck
  • Dornbreite Lübeck
  • SG Niederwalgern-Wenkbach
  • PSV Blau-Gelb Marburg
  • TSV Kuchwitz
  • ATSV Stockelsdorf

Habe von Torwart bis Linksaußen alle Positionen gespielt, war am liebsten Libero.

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Rolf

Rolf Eisenburger, geb. 16.5.1950 in Bochum,
Fußballspieler seit frühester Kindheit (was anderes gab's nicht!)

Fußballbiographie: DJK Wacker Werne (Jugend), STV Werne, SUS Wilhelmshöhe, TUS Iserlohn, Blau-Gelb Marburg, VfL Marburg, FSV Sterzhausen, SG Niederwalgern-Wenkbach, TSV Marbach, SF Blau-Gelb Marburg (Jugendtrainer)
Typischer Ruhrgebietsmensch mit ausgiebiger Thekenerfahrung
Im Augenblick noch aktiv als Tennis- und Skatspieler

Weitere wichtige fußballerische Stationen: Teamchef der "Millionenelf" der Ing.- Schule Paderborn, Obmann der Unimannschaft Marburg, oftmaliger Mitspieler beim DKP-Turnier (das härteste Freizeit-Turnier Marburgs!) und:
Mitglied der Reisetruppe seit 1982.

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Schorsch (heute) Schorsch (früher)

Georg Schnell, geb.19.07.1949

Verteidiger, Mittelfeldspieler

1960 - 1964: Schülermannschaft beim FSV Borts-/Ronhausen

1965 - 1967: A-Jugend FSV Cappel
Hier auch erste Begegnung mit Baldur Balzer, der als Sportstudent Co-Trainer von Werner Laue war, übrigens der erste bei einem heimischen Verein.

1967 - 1969: Junioren FSV Cappel

1971 - 1972: FSV Borts-/Ronhausen

1973 - 1982: PSV Blau-Gelb Marburg; 1. Mannschaft
Wer kannte schon "Schorsch" Schnell, als er am 19.08.1973 im ersten Spiel von Blau- Gelb Marburg in der A-Liga, als Rechtsaußen auflief und großen Anteil am damals sensationellen 7:0-Sieg des Neulings über den FV Bürgeln hatte.
Nach der ersten A-Klasse Saison, in der er als einziger alle Spiele der 1. Mannschaft bestritt, bezeichnete man ihn als den vielseitigsten Fußballer von Blau-Gelb.

1983 - 1996: PSV Blau-Gelb Marburg; Alte Herren

1997 - heute: FSV Borts-/Ronhausen; 2. Mannschaft. Zuletzt beim Punktspiel gegen den TSV Ebsdorf am 26.05.2000.

1981 - heute: Reisetruppe der ehem. Blau-Gelben. Seine noch heutigen Einsätze bei den Altfußballern, in der Reserve oder in der Reisetruppe lassen seine viel gerühmte Vielseitigkeit hin und wieder aufblitzen, wenn es ihm gelingt wä,hrend des Spiels Gänseblümchen zu pflücken.

"Sport und Politik schon früh verknüpft hat Georg "Schorsch" Schnell", schrieb die heimische Tageszeitung aus Anlaß seines 50. Geburtstages. "Bereits seit 1981 begleitet er das Amt des Ortsvorstehers und war damit der erste "politische Würdenträger" von Blau-Gelb Marburg. Dort spielte Schorsch, dessen Philosophie nicht immer mit der seiner Sportkameraden in Einklang lag, in der ersten Mannschaft und war gleichzeitig viele Jahre 2. Vorsitzender der Fußballabteilung.

In den letzten Jahren engagierte sich der Jubilar verstärkt für seinen Heimatverein FSV Borts-/Ronhausen, zunächst als Kassierer und seit einem Jahr als 1. Vorsitzender. Aktiv spielt er noch in der 2. Mannschaft und beim Club der Altfußballer Marburgs, dessen 2. Vorsitzender er ist. Außerdem hält er sich durch Radfahren fit und war mit dem Radsportverein Marburg schon bis nach Maribor und Southampton unterwegs."

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Name: Reinhold Gleichmann, kurz: Süffi; München

Ausbildung: 1954 - 1967 Straßenfußballer in Kassel

1.Arbeitgeber: 1967 - 1982 Blau-Gelb Marburg (trotz zahlreicher Bundesliegaangebote)

2.Arbeitgeber: 1982 - 1990 Buchholz 08/Nordheide

Berufsaufgabe: 31.12.1990

Stärken: Hochsteigen zum Kopfball, um den Überblick nicht zu verlieren und Einsicht walten zu lassen.

Schwächen: Zu schnell und zu leise auf dem Platz.

Beispiel für soziale Einstellung: Fußballspielen in der Blau-Gelb-Reisetruppe mit lauter Gebrechlichen.

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Toppi

Christoph "Toppi" Herrmann

geb.: 02.03.1955 in Berlin

Jüngstes Mitglied der Reisetruppe, erst seit zwei Jahren dabei.

Nach größeren Erfolgen als Hockeyspieler beim BHC (Berliner Hockeyclub) und weniger großen Erfolgen im Tennis beim BSV 92 begann die fußballerische Laufbahn in der B-Jugend beim PSV Berlin (Polizeisportverein !!!),Wechsel zur A-Jugend von Tennis-Borussia Berlin.

Dann das Studium in Marburg, verbunden mit dem Beitritt bei Blau-Gelb anno 1976.
Dort über zwei Spielzeiten Stammspieler der Reserve.

1978 wieder Wechsel nach Berlin. Die Erfahrungen in Marburg haben zu stetem Suchen nach Vergleichbarem geführt. Über Strabag 67 (Betriebssport), SF Kreuzberg und Aktivist SO 36 (Freizeitliga) führte der Weg nach Achim zum Alt-Blau-Gelbem Paule Vogt.

Mit Anfang 30 noch einmal ein zweiter Frühling: Über die 3. Und 2. Mannschaft bis in die Bezirksklassemannschaft des TSV Bierden (nomen est omen). Nach einer Saison als Trainer des TSV Achim wurde sich im Jahre 1990 anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Blau-Gelb in Marburg festgeküßt.
Seit 1991 aktives Mitglied bei den AH von Blau-Gelb Marburg.
Bei genauerer Karriere zeigt sich die Karriere als Summe von Rückschritten.

  • 1. Phase (Jugenspieler, Blau-Gelb): Stürmer, meist Linksaußen
  • 2. Phase (Seniorenspieler in Berlin): Drahtzieher im Mittelfeld
  • 3. Phase (TSV Bierden, BG-AH): Manndecker
  • letzte und aktuelle Phase: Torwart

Diese Rückschritte finden ihre Ursachen in den zunehmend abnehmenden läuferischen Fähigkeiten, führten aber dennoch zumindest gelegentlich zu überraschenden Highlights, wie z.B. das vielkommentierte Debüt als Torwart der Reisetruppe am 20.05. 2000.

Dennoch zeigt die Karriere auch vorwärts-, ja sogar richtungsweisende Momente auf, die am besten durch eine Aussage aus dem Jahre 1977 (Hinterglemm (d.R.)), die schon oft und auch oft in falschem Zusammenhang zitiert wurde, belegt wird:

"Ick fahr'!"

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Heinz Ludwig, geb. am 27.04.1937 in München

Als ATV'er (Biername Twen) trat ich 1967 mit der gesamten ATV-Fußballmannschaft in die Fußballabteilung des damaligen Post SV Blau.Gelb Marburg ein.

Hierdurch kam der erste Kontakt zu Baldur zustande. Fußballerisch war ich bis dahin groß geworden in der Jugend- und Juniorenmannschaft des VfL Marburg (dort immerhin mit so bekannten Spielern wie Richard Weber und Uwe Schauß, ...), einmal Hessischer Pokalsieger. Seit dem Übertritt der ATV-Mannschaft zum SV Blau-Gelb Marburg war ich dann 10 Jahre lang Abteilungsleiter Fußball; hatte aber trotzdem immer ein gutes Verhältnis zu Baldur, obwohl dieser oft vehement und unbeugsam die Interessen der Spieler und der Mannschaften (zum Teil auch der Trainer) vertrat.

Anlässe zum Feiern gab es für Baldur und die gesamte Truppe eigentlich immer, da auch ausgiebig bei Niederlagen gefeiert wurde. "Twen" mach mal Musik hieß es dann immer, und Twen machte dann auch Musik, entweder auf seiner Orgel oder - was einfacher ging - auf unserem historischen Musikautomaten. Diese ausgiebigen Feiern führten auch öfter zu sportgerichtlichen Konsequenzen und zum Teil auch zu längeren führerscheinlosen Zeiten bei verschiedenen Sportkameraden (nicht bei Baldur !); so konnte ich schon bald mir meine ersten Sporen als "Strafverteidiger" verdienen, einmal mit auch sehr positivem Ausgang durch Baldurs sehr ausgewogene und abgerundete Zeugenaussage vor Gericht.

Schon damals vom Golfbazillus angesteckt zog ich mich seinerzeit nach Beendigung meiner "Funktionärskarriere" bei Blau-Gelb Marburg immer mehr zum weißen Sport zurück; spielte aber trotzdem noch Jahre lang parallel zum Golf in der Altherrenmannschaft mit Baldur zusammen.

Da Baldur ja nun auch in ein gesetzteres und ruhigeres Alter kommt, ist ja zukünftig wieder mit einer gemeinsamen sportlichen Aktivität mit dem kleinen weißen Ball möglicherweise zu rechnen.

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Volker Joachim

Er wollte Profi werden und landete bei Blau-Gelb:

Meine Leidenschaft zum Fußball entdeckte ich schon im Alter von 6 Jahren, konnte es gar nicht erwarten, dem TSV Hillegossen beizutreten (Eintrittsalter damals ab 10 Jahren). Nach vier Jahren Schüler- und vier Jahren Jugendfußball als Mittelstürmer an sich für größere Aufgaben bereit, größere Vereine lockten. Doch wieder einmal stand die Schule im Weg, die gesteckten Ziele mußten auf Eis gelegt werden. Es verschlug mich nach Marburg ins Landschulheim Steinmühle. Dort kassierte mich gleich mein Freund Berthold Rübsam, Lehrer und Trainer, für den Verein Dreihausen. 4 Jahre war Dreihausen meine Fußballheimat. Dem Werben von Cappel und VfL Marburg konnte ich mich zur Freude von Berthold erwehren. Zurück in Hillegossen spielte ich zwei Jahre Bezirksliga. Ich muß wohl nicht der Schlechteste gewesen sein, es stürmten viele Angebote auf mich ein. Ich entschied mich für den VfB Bielefeld, der just die Qualifikation zur Regionalliga (damals zweithöchste Spielklasse) im Entscheidungsspiel gegen Viktoria Köln verpaßte. Nach zwei Jahren VfB folgten 2 Jahre Stukenbrock (Landesliga).

Inzwischen hatte sich mein beruflicher Werdegang entschieden. Marburg hieß wieder mein nächstes Ziel. Dort wurde ich von alten Steinmühleschülern wie Micki Passolt, Bodo Wassermeier und vielen anderen empfangen und es dauerte nicht lange da hieß mein neuer und letzter Profiverein Blau-Gelb Marburg, trainiert von einem hochbegabten und geschätzten Trainer, Wulli Bergmann, der die fast unlösbare Aufgabe hatte, einen sauffreudigen Studenten- und Lehrerverein zu führen. In den darauffolgenden Jahren ging es wulli auf und wulli ab, immer verbunden mit schönen Stunden, ob auf dem Spielfeld oder nebenan.

Zu dieser schönen Zeit, lieber Baldur, hast Du entschieden beigetragen. So ist es auch nicht verwunderlich, daß es Dir zuzuscheiben ist, eine Reisetruppe aus ehemaligen Blau-Gelben ins Leben zu rufen, die sich heute in weiten Teilen der Welt einen Namen gemacht hat.Wir haben alle zusammen noch manches vor, vielleicht wird's ja noch etwas mit einer Profikarriere in der Marburger Reisetruppe.

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Willi

Willi

Jahrgang 48 (Währungsreform), feiert am gleichen Tag Geburtstag wie Helmut Rahn

fußballerisch aufgewachsen auf Wiesen, Höfen und Gassen in Hilders in der Rhön

schon als Kind Fußballprofi (gemessen am Trainingspensum heutiger Fußballmillionäre)

ab 1962: mit 14 Jahren Jugendspieler (Schülermannschaft gab es nicht) beim TSV 1919 Hilders e.V. (technische Grundfertigkeiten mußte man schon mitbringen, darüberhinaus viel Einsatz und Laufbereitschaft)

1967 - 1972: Seniorenspieler beim TSV Hilders, in dieser Zeit Erwerb reichhaltiger Erfahrungen im Aufstellen von Rhönregeln

1972 - 1973: Sprung in die Bezirksklasse zum FSV Sterzhausen

1973 - 1976: Sportlicher Abstieg in die A-Klasse zum PSV Blau-Gelb-Marburg, dieser wurde vom Verein finanziert durch Ablösesuppen und konnte persönlich verschmerzt und kompensiert werden durch den Erwerb lebenslanger Freundschaften

1974: Maßgebliche Beteiligung beim Transfer eines Klaviers in den Center, dadurch zwangsweise ständiges Mitglied im Kultur- und Vergnügungs-ausschuß

1976 - 1977: Spielertrainer beim TSV Marbach

1977 - 1978: Spielertrainer beim SV Michelbach

1978: Heimkehr zu Blau-Gelb

1981/82: Mitgründer der Reisetruppe

1983 - heute: fußballerische Rückzugsgefechte durch alle Instanzen sportlichen Abstiegs:
Reserve, Alte Herren, Lehrerfußball und Reisetruppe, zwischenzeitliche Stationen als Trainer beim SV Großseelheim und als Jugendtrainer.

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Wolfram Brönner, geboren am 6.8.1948 in Aschaffenburg, ansässig seit 1972 in Marburg.

Fußball-Laufbahn:

1958-68 Viktoria Aschaffenburg, 1968-70 Bayern München als Halbprofi, Studenten-Nationalmannschaft, 1970 Sportinvalide, 1971/72 FC 1960 München, 1973 Sportfreunde Marburg, ab 1974 Blau-Gelb Marburg: bis 1985 1. Mannschaft als Libero bzw. Abwehrspieler, seither Alte Herren Blau-Gelb und ab 1992 in der Kreisauswahl der "Ü45", dem Club der Altfußballer Marburg-CdA (Bezirksmeister 1992, 1998, 2000). Bei Blau-Gelb/Sportfreunde Marburg im Vorstand von 1983-86, B-/A-Jugendtrainer 1986-88, SBG-Vorstand 1995-1999; Vorstand Förderkreis SBG seit 1997. Vorstand CdA seit 1996.
Lieblingsteam: Reisetruppe, trotz der BG-Krankheiten (alle rennen nach vorne + zu viele bevorzugen den Kunststoß).

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Juergen Wahl

Geb. 9.8.47 in Schwelm

1952 Mitglied Skiclub Schwelm

1957 D-Jgd. FC Schwelm 06
bis 1970 Spieler bei 06

71/72 Thekenmannschaft Freiburg

72-77 Blau- Gelb Marburg

77-78 Spieler in Michelbach

78-81 Spieler und Trainer in Michelbach

81-83 Spieler und Trainer in der Marbach

1984 Blau- Gelb

ab 1985 Spieler und Trainer beim TSV Caldern, ab 92 internationale Erfahrung mit den Alten Herren in Sued-Ost-Asien

viele Gruesse

Jogi

Hier noch eine kurze Ergänzung:
Als ich 1972 von Freiburg nach Marburg kam, ging ich mit Günter Tschöpe zum Training der Uni Mannschaft. Wir erkundigten uns, welcher Verein denn in Marburg am höchsten spielt, man (Hansi Altmann) sagte uns: Der VfB, aber wenn ihr Spass haben wollt, dann müsst ihr zu Blau-Gelb gehen.
Das haben wir dann auch gemacht und wir (ich) haben es auch nie bereut. Baldur hatte seinen gehörigen Anteil daran, Willi übrigens auch, er machte mich für Jahrzehnte zum Leadsänger des Taubstummenliedes!