• Ernüchterung in Zeilsheim

    Ernüchterung in Zeilsheim

    Drei Tage nach der unglücklichen Niederlage gegen Eddersheim stand für die SFBG Marburg die nächste Bewährungsprobe beim Mitfavoriten Zeilsheim an. Trainer Eberling hatte sein Team sehr gut auf den starken Gastgeber eingestellt und Blau-Gelb eroberte zunehmend das Kommando im Spiel. Spielmacher Jogataki organisierte den Aufbau der Gäste und Zeilsheim fand zunächst keine Mittel um gefährlich werden zu können.

    Als nach einer halben Stunde Pillinger verletzungsbedingt vom Feld musste, stellte Eberling zur Verwunderung der Experten am Spielfeldrand um, beorderte Xenokalakis auf die „Sechs“ und ließ Jogataki als hängende Spitze agieren. Nun ging die Ordnung bei Blau-Gelb verloren, ohne dass Zeilsheim zunächst Kapital daraus schlagen konnte.

    Dafür bedurfte es eines individuellen Fehlers. Als Pape in Minute 38 Bianco in die Füße spielte, hatte dieser keine Mühe zu vollenden. Doch die Sportfreunde schlugen postwendend zurück, als Löwer eine Haberzettl Flanke zum Ausgleich einnickte. Kurz vor der Halbzeit hatte Pape die Gelegenheit zur Gästeführung, doch sein Kopfball verrutschte über den Kasten. Beim direkten Gegenzug der Gastgeber, standen Mittelfeld und Abwehr der Marburger Spalier und ermöglichten Aschenkewitz nach drei schnellen Spielzügen die 2:1 Führung.

    Nach dem Wechsel zeigten sich die Blau-Gelben wieder sortierter und drängten schwungvoll auf den Ausgleich. Es wurde eine Chance nach der anderen herausgespielt, doch selbst sog. „Hundertprozenter“ konnten durch Lauer, Winhauer, Jogataki und Löwer nicht genutzt werden, während Haberzettls Freistoß an der Latte landete.

    Die Entscheidung zugunsten von Zeilsheim resultierte erneut aus individuellen Fehlern. Als Winhauers Pass für den 30 m aus dem Tor geeilten Olujic zu kurz geriet, eroberte Grigorian den Ball und vollendete aus 40 Metern ins leere Tor. Das 4:1 schließlich resultierte aus einem verunglückten Abwurf von Olujic und anschließendem Tiefschlaf der Verteidigung. Bianco lupfte zum 4:1 Endstand ein.

    Blau-Gelb Marburg besaß die bessere und reifere Spielanlage, hatte aber wie zuletzt eine Vielzahl ungenutzter Chancen zu beklagen. Das spielerisch unterlegene Zeilsheim nutzte konsequent die kapitalen Fehler im Marburger Defensivverhalten.

    Mit Jencik als Abwehrchef kassierte Marburg im Schnitt 1 Gegentor, seit seiner Verletzung sind es im Schnitt 2,5 Gegentore. Jencik wie auch die Alternativen Moreno und Berger werden kurzfristig nicht fit zur Verfügung stehen. Auf diese „Baustelle“ sollte Trainer Eberling das Hauptaugenmerk legen.

    Zeilsheim: Reining – Talewski, Pitas, Kopilas, Zalla (56. Simon), Grigorian, Aschenkewitz (84. A. Bianco), Bouchen, Yadav, Mbaluku (71. Karabas), L. Bianco.
    SF/BG Marburg: Olujic – Kleemann, Herberg, Winhauer, Huhn – Jogataki, Pape – Haberzettl, Lauer – Löwer, Pilinger (30. Xenokalakis, 78. Czyrzewski).
    Schiedsrichter:
    Höpp (Heppenheim) – Zuschauer: 150  

    Tore: 1:0 L. Bianco (27.), 1:1 Löwer (41.), 2:1 Aschenkewitz (45.), 3:1 Grigorian (75.), 4:1 L. Bianco (90.)

    gelbe Karten: Aschenkewitz (Zeilsheim) / Herberg (Marburg)

     

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