• Debakel in Waldbrunn

    Debakel in Waldbrunn

    Ehe die Gäste aus Marburg mitbekommen hatten, dass an diesem schönen Frühlingstag im Westerwald ein wichtiges Verbandsligaspiel stattfindet, hatte ihnen Gastgeber Waldbrunn bereits drei Treffer durch Mustafa Metovic (8.), Jonas Eisenkopf (13.) und Lukas Scholl (25.) eingeschenkt.

    Die Marburger Verantwortlichen und Fans waren konsterniert, denn sie konnten sich nicht erinnern, dass ihr Defensivverbund jemals so stümperhaft agierte wie an diesem Tag. Interimstrainer Mirko Gut, der den urlaubenden Jan Eberling vertrat, reagierte schnell und brachte noch vor der Halbzeit (Maxi Leinweber) und zur Halbzeit (Jan Löwer) zwei neue Kräfte und suchte das Heil in der Offensive.

    Bereits vor dem Wechsel verzeichnete der Tabellenzweite erste Chancen und forcierte nach der Pause die Angriffsbemühungen. Angetrieben vom immer stärker werdenden Clemens Haberzettl erspielten sich die Sportfreunde eine hochkarätige Chance nach der anderen. Nicht eine Einzige fand den Weg über die Linie. Man scheiterte am Pfosten, an der mangelnden Entschlossenheit im Abschluss, am Schusspech und nicht zuletzt am überragenden Waldbrunner Keeper Marvin Goeltl. Solche Tage hatte Weltmeister Andy Brehme bereits vor Jahrzehnten vollkommen korrekt analysiert: “Haste Sch…. am Fuß, haste Sch… am Fuß!!”

    Der erheblichen Leistungssteigerung der Blau-Gelben in Halbzeit zwei fehlte das Erfolgserlebnis, um den Spieß noch umzudrehen, denn die Anzahl der Chancen reichte für zwei Spiele. So nutzten die Gastgeber in der letzten Spielminute eine von mehreren Kontergelegenheiten zum aus Marburger Sicht desaströsen Endstand von 4:0, für die nochmals Metovic verantwortlich zeichnete.

    Marburg muss mit der Erkenntnis vorliebnehmen, dass das Rennen um den zweiten Rang und damit um die Aufstiegsrunde zur Hessenliga einen erheblichen Rückschlag erlitten hat.

    Waldbrunn: Göltl – Oshima, Steinhauer, Egenolf, R. Scholl (82. Neuhof) – Eisenkopf, Doll, Breuer (83. Form) – Metovic – L. Scholl (78.Rösler).

    SF BG Marburg: Olujic – Moreno (58. Tochihara), Herberg, Jencik, Huhn – Haberzettl, Pape, Jogataki (38. Leinweber), Xenokalakis – Pilinger, Czyrzewski (46. Löwer).

    Schiedsrichter: Alexander Pächthold (Staufenberg). Zuschauer: 200. Gelbe Karten: Egenolf, L. Scholl, R. Scholl, Steinhauer – Herberg, Leinweber.

    Tore: 1:0 Mustafa Metovic (8.), 2:0 Jonas Eisenkopf (13.), 3:0 Lukas Scholl (25.), 4:0 Metovic (90.)